Kerry Blue Terrier Treffen 2.-3. Mai 2026 Pfalz (Ludwigshafen am Rhein) Kerrys. Menschen. Gemeinschaft. 👉 Weitere Informationen folgen in Kürze.
🌿Ein Abschied und ein neuer Anfang...10/2025
Kerry Blue Passion🌊–aus Liebe zur Rasse, aus Respekt zueinander.
Manchmal im Leben verändern sich Wege – leise, unmerklich zuerst, und dann ganz deutlich.
So geht es auch uns. Nach intensiven Monaten, gemeinsamen Projekt, vielen Stunden Herzblut und Organisation verabschieden wir uns offiziell von der Interessengemeinschaft Kerry Blue Terrier Deutschland (IG KBT DE). Nicht aus Enttäuschung. Nicht aus mangelnder Leidenschaft. Sondern weil manchmal Strukturen nicht mehr das widerspiegeln, was zwischen Menschen lebendig ist.
Verantwortung, Entscheidungen, Perspektiven: Sie brauchen Raum, Klarheit – und manchmal auch einen Neuanfang. Diesen Neuanfang wagen wir. Mit Herz, mit Weitblick, mit Euch. Unter dem neuen Namen Kerry Blue Passion führen wir das fort, was uns bewegt hat und weiter bewegt:
🩵Die Begeisterung für eine ganz besondere Rasse.
🩵Der Wunsch nach Austausch, Wertschätzung und echter Zusammenarbeit.
🩵Die Freude an gemeinsamen Veranstaltungen, Ideen und Projekten.
🩵Der Respekt gegenüber den verschiedenen Wegen, Meinungen und Persönlichkeiten innerhalb der Kerry-Welt.
Wir nehmen alles Gute mit – Inhalte, Visionen, den Gemeinschaftsgeist – und gestalten auf diesem Fundament einen neuen Raum. Einen Raum, in dem Zusammenhalt zählt, nicht Gleichschritt. In dem Menschen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen.
Und in dem unsere Kerry Blue Terrier das sind, was sie für viele von uns sind: Verbindende Seelen, nicht trennende Grenzen.
Wir laden euch ein, diesen Weg mit uns zu gehen.
Kerry Blue Passion steht für einen neuen Abschnitt – offen, klar und mit Herz.
Lasst uns gemeinsam weitertragen, was uns verbindet.
Für unsere Kerrys. Für uns. Für etwas, das bleibt.
Mit Dankbarkeit für das Vergangene und Mut für das Kommende-
🩵Euer Kerry Blue Passion Team
🩵🩵🩵
Thyreoiditis beim Kerry Blue Terrier – warum richtige Einordnung wichtiger ist als Alarm
Gesundheit · Verantwortung · Leidenschaft für eine besondere Rasse-von Meinung zu Fakten
Manchmal ist es genau dieser eine Artikel ,,Thyreoiditis-die heimtückische Krankheit“ in dem Mitteillungsblatt ,,der Terrier“ 116 Jahrgang 11/2025, der Fragen aufwirft, Unsicherheit erzeugt – und dazu zwingt, genauer hinzuschauen. Und das haben wir gemacht.
So erging es vielen Züchtern, Liebhabern und Interessenten des Kerry Blue Terriers nach der Veröffentlichung eines Beitrags von Vorstand des Fördervereins KBT zur autoimmunen Thyreoiditis in der Ausgabe 11/2025 der Klubzeitschrift Terrier. Der Titel, die Wortwahl und der Einstieg suggerierten ein aktuelles, reales Gesundheitsproblem innerhalb der Kerry-Blue-Terrier-Rasse – ein Eindruck, der bei genauer Betrachtung so nicht haltbar ist.
Gerade bei einer seltenen und geschätzten Rasse wie dem Kerry Blue Terrier ist eines besonders wichtig: Einordnung.
Zwischen Information und Interpretation
Der veröffentlichte Beitrag basiert in weiten Teilen auf einem älteren Artikel aus der US-amerikanischen Clubzeitschrift Kerry Blueprints („Thyroiditis – The Subtle Disease“), entstanden Ende der 1990er-Jahre. Dieser Text ist allgemeinmedizinisch korrekt – daran besteht kein Zweifel. (siehe: Quelle unten, gerne lesen)
Was er jedoch nicht ist:
eine rassespezifische Analyse für den Kerry Blue Terrier in Deutschland oder Europa.
Ohne diesen entscheidenden Kontext kann beim Leser leicht der Eindruck entstehen, die beschriebene Erkrankung betreffe die Kerry-Blue-Terrier-Population konkret und aktuell. Genau hier liegt die kommunikative Herausforderung.
Was sagt die Medizin – und was sagt sie nicht?
Fakt ist: Die Hypothyreose gehört zu den häufiger vorkommenden hormonellen Erkrankungen beim Hund. Fakt ist auch: eine häufige Ursache dafür ist die immunvermittelte lymphozytäre Thyreoiditis.
Kerrys sind für diese Krankheit nicht anfällig, sondern ,,Rassen, von denen berichtet wird, dass sie für eine Schilddrüsenunterfunktion anfällig sind, sind unter anderem:
Golden Retriever
Dobermann Pinscher
Irischer Setter
Zwergschnauzer
Dackel
Cocker Spaniel
Airedale Terrier“(Quelle Unten aufgeführt: MSD Vet Man...)
Und deswegen: 👉 Diese allgemeine Erkenntnis lässt sich nicht automatisch auf jede Rasse übertragen.
Internationale Register (OFA – Orthopedic Foundation for Animals), große populationsbasierte Studien sowie aktuelle labordiagnostische Einschätzungen zeigen übereinstimmend:
Es gibt keine wissenschaftlich belegten Hinweise auf ein gehäuftes Auftreten der autoimmunen Thyreoiditis beim Kerry Blue Terrier.
Weder in Deutschland noch weltweit.
Der Kerry Blue Terrier gilt als Niedrigrisikorasse, nach OFA/Canine Thyroid Registry(Quelle unter dem Beitrag)
Auch in der tierärztlichen Praxis und Labordiagnostik finden sich keine Hinweise auf eine besondere Relevanz für diese Rasse, z.b. aktuell nach Laboklin Infos 2025 kein diagnostizierte Fall hier in Deutschland
Diese Erkenntnisse decken sich zudem mit den Erfahrungen vieler langjähriger Züchter im In- und Ausland.
Medizinisch ist der zitierte Artikel nicht falsch. Kommunikativ jedoch kann er problematisch sein.
Denn:Es werden keine regionalen Daten für Deutschland aufgezeigt. Es erfolgt keine züchterische Relevanzprüfung. Es fehlt die klare Abgrenzung zwischen allgemeiner Hundemedizin und rassespezifischer Realität.
Gerade für neue Züchter, Liebhaber oder Welpeninteressenten kann ein solcher Beitrag abschreckend wirken – obwohl die aktuelle Datenlage eine solche Sorge nicht rechtfertigt. Nicht jede Veröffentlichung ist automatisch rassespezifisch relevant.
Verantwortung gegenüber der Rasse
Der Kerry Blue Terrier ist eine seltene Rasse. Und noch dazu eine besondere-was jeder Kerry Mensch bestätigen kann : Rasse mit besonderem Charakter, Geschichte, Persönlichkeit – und für viele von uns eine echte Herzensangelegenheit, deshalb tragen wir Verantwortung: für transparente Information, für wissenschaftliche Sorgfalt und für eine klare Kommunikation ohne zu verunsichern.
Gesundheit lebt von Wissen – aber auch von Maß, Kontext und ehrlicher Einordnung.
Fazit:
Hypothyreose ist eine bekannte Erkrankung beim Hund.
Autoimmune Thyreoiditis ist eine mögliche Ursache – aber nicht rassespezifisch für den Kerry Blue Terrier.
Es gibt keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko bei Kerrys, weder in Deutschland noch international.
Der zitierte Artikel ist allgemeinmedizinisch korrekt, erlaubt jedoch keine Schlussfolgerung auf ein besonderes Risiko für Kerry Blue Terrier.
Wer Verantwortung für diese Rasse trägt, sollte genau hinschauen – und genau das haben wir getan.
Wer unbedingt wissen will, kann vor der Zuchtzulassung testen.
Aus Respekt vor dem Kerry Blue Terrier.
Und aus Leidenschaft für eine Zucht, die auf Wissen,Transparenz und Vertrauen aufbaut.
Sollten Fragen entstehen, gerne dürft Ihr euch persönlich an Laboklin wenden.
Wir bedanken uns persönlich bei Laboklin für sehr angenehme, ausführliche, sehr gerne beratende, offene Kommunikation.
Ruta Hauke mit Kerry Blue Passion Team
MSD Veterinary Manual: Hypothyroidism in Animals
https://www.msdvetmanual.com/endocrine-system/the-thyroid-gland/hypothyroidism-in-animals
O’Neill et al. (2022): Frequency, breed predispositions and risk factors for hypothyroidism in dogs, Canine Medicine and Genetics
Oberbauer et al. (2025): Repeated thyroid function evaluations in dogs, Frontiers in Veterinary Science
Orthopedic Foundation for Animals (OFA): Canine Thyroid Registry
Kerry Blueprints, American Kerry Blue Terrier Club (historische Informationsquelle von 1998)
https://www.uskbtc.com/
Kommunikationskorrespondenz mit Laboklin
© Ruta Hauke
Ist Nasenarbeit unseren Kerrys angeboren?
Als ich vor einigen Tagen abends vom Training nach Hause kam, stellte ich fest, dass ich einen Handschuh verloren hatte – offensichtlich auf dem Parkplatz des Hundesportvereins, als ich Kaja nach dem Spaziergang ihr Leuchthalsband auszog. Zurückzufahren, eine halbe Stunde hin und zurück, kam für mich nicht in Frage.
Dann fiel mir ein, dass am nächsten Tag Agility-Training stattfindet. Ich schrieb Kerstin an, die ebenfalls einen Kerry hat und Trainerin ist, und bat sie, nach meinem Handschuh zu suchen.
Am nächsten Nachmittag rief mich Kerstin an und teilte mir mit, dass sie meinen Handschuh auf dem gesamten Parkplatz nicht gefunden habe. Damit stand für mich fest, dass der Handschuh verloren ist.
Keine zwei Minuten später klingelte erneut das Telefon, und Kerstin sagte ganz glücklich:
„Margit, du glaubst es nicht – Oskar hat deinen Handschuh gefunden.“
Kerstin erzählte mir, dass Oskar plötzlich den Kopf hob, schnüffelte und zielstrebig zu einem Holzpfeiler des Gartenzauns rannte, dort meinen Handschuh aufnahm und ihn ihr brachte. Erwähnen muss ich, dass wir uns fast jede Woche beim Mantrailing sehen und die Hunde von uns allen ihre Streicheleinheiten bekommen. Daher kannte der Rüde auch meinen Geruch.
Mich fasziniert es immer wieder, mit welcher Begeisterung unsere Kerrys beim Suchen und Finden einer Person oder eines Gegenstandes dabei sind – und wie sinnvoll es ist, dass unsere Hunde gelernt haben, mit der Nase zu arbeiten. Denn über eines sollten wir uns im Klaren sein:
Die Nasenarbeit eines Hundes kann durch nichts ersetzt werden.
Margit Erhart