Sommertipps☀️ Von Kerry-Menschen für Kerry-Menschen auf Aktuelles
Wer denkt, Terrier seien nur Dickköpfe auf vier Pfoten, hat noch keinen Kerry in Aktion erlebt.
Dieser Hund will mehr. Mehr Bewegung. Mehr Aufgaben. Mehr Wir-Gefühl.
Mit seinem athletischen Körperbau, seinem feinen Spürsinn und einem hellwachen Geist bringt der Kerry alles mit, was ein vielseitiger Sport- und Begleithund braucht.
Agility – Wendigkeit, Tempo, Begeisterung pur
Obedience & Rally Obedience – wenn Präzision und Teamarbeit gefragt sind
Nasenarbeit & Mantrailing – mit feiner Spürnase auf leisen Pfoten
Joggen, Wandern, Reiten, Radfahren mit Kerrys – Hauptsache gemeinsam unterwegs
Was ihn dabei besonders macht?
Sein Eifer, sein Stolz – und sein Herz. Der Kerry arbeitet gern mit „seinen“ Menschen zusammen, wenn die Beziehung stimmt. Er möchte nicht nur beschäftigt, sondern gefordert werden. Und wer ihn richtig führt, bekommt ein echtes Powerpaket mit Persönlichkeit.
echte Verbindung
messbare Erfolge
jede Menge Spaß
Egal ob du ambitionierter Hundesportler bist oder einfach gemeinsam mit deinem Hund aktiv sein möchtest –
mit einem Kerry an deiner Seite wird Bewegung zur Freude. Und Training zum Miteinander. ©RH
Wie ich zum Hundesport kam
Mein Mann und ich wir saßen sonntags morgens beim Frühstück und beobachteten die Welpen, wie sie sich spielerisch gegenseitig beschäftigten. Plötzlich klingelte das Telefon. Es meldete sich eine Frau Drent aus Gimmeldingen bei Neustadt und fragte mich, ob wir noch Welpen, und zwar einen Rüden, zur Abgabe hätten. Ich bejahte ihre Frage, jedoch dauert es noch ein paar Tage bis zur Abgabe.
Noch am gleichen Tag kamen Herr und Frau Drent, um sich die Welpen und die Aufzucht anzusehen. Bei einer Tasse Kaffee unterhielten wir uns und im Laufe des Gespräches erklärte uns Frau Drent, die Ausbilder in der Hundeschule Müller in Neustadt war, dass sie kein Ausstellungsinteresse habe, aber den Kleinen im Hundesport ausbilden möchte. Dieses Vorhaben begrüßte ich natürlich sehr.
Damit der kleine Kerry stets rassetypisch aussah, kam Frau Drent regelmäßig zum schneiden. Und so ergab es sich, dass sie mich jedes Mal wenn sie da war, animierte, doch mit unserer jüngste Hündin mal sonntags in die Hundeschule zu kommen. Gesagt, getan. Voller Erwartung fuhr ich dann am darauffolgenden Sonntag mit Nancy, nach Neustadt. Zuerst machten wir kleine Unterordnungsübungen, die Nancy und mir viel Spass machten. Von da an fuhren wir regelmäßig sonntags nach Neustadt. Diese Übungen wurden ständig durch Gerätearbeit und Suchspiele erweitert. Bei all diesen Übungen war Nancy mit voller Begeisterung dabei..
Da mein Mann im Hundesportverein Lu-Friesenheim Mitglied war, meinte er, ich könnte doch mit Nancy auch probieren, dort Hundesport zu machen. Kerstin, die ja einen Kerry aus unserer Zucht führte, animierte mich dann auch dazu,,nach Friesenheim zu kommen.. Also probierten wir es mit Agility. Da Nancy bei dieser Sportart mit voller Begeisterung dabei war, legten wir auch, nebenher noch unsere Begleithundeprüfung ab, damit wir an Turnieren,teilnehmen konnten,
Da aber Nancy in erster Linie in die Zucht gehen sollte, besuchten wir zwischendurch noch Ausstellungen und mit Begeisterung legte sie die damals neu zusammengestellte Zuchtzulassung ab.
Nachdem Nancy alle diese Vorgaben mit vorzüglich abgelegt hatte, ließ ich sie mit 2 1⁄2 Jahren belegen. Bis ca 3 Wochen vor dem Werfen durfte sie aber ihren geliebten Sport weiter machen. Die Trächtigkeit und das Werfen verliefen problemlos. Allerdings merkte ich täglich mehr, dass Nancy das Aufziehen der kleinen keinen Spaß machte. Von einer guten Mutter konnte hier wirklich nicht die Rede sein. Überglücklich war Nancy als die Welpen das Haus verlassen hatten und sie wieder auf ihren geliebten Hundeplatz durfte. Von Stundean war mit klar, Nancy war für die Zucht ungeeignet.
Somit wurde Hundesport für uns beide zum Highlight.
Margit Erhart
Bubble Gum mit 12,5 Jahre bei ihrem geliebten Agility Training.
Wie arbeitsfreudig sind eigentlich unsere Kerrys?
Wie in meinem Bericht WIE ICH ZUM HUNDESPORT KAM zu lesen ist, sind unsere Kerrys, d.h. wenn man sie fordert, also ihr Interesse weckt und ihre Anlagen fördert, zu fast alle Sportarten, aber auch zu vielen anderen Beschäftigungen zu begeistern.
Nancy war ja unser erster Kerry, mit dem ich angefangen habe, Hundesport, zu machen. Da Nancy mit so viel Begeisterung und auch Können dabei war, fuhren regelmäßig, d.h. 2 mal wöchentlich auf den Hundeplatz zum Agi-Training. Aufgrund ihrer Leistungen nahmen wir auch an Turnieren teil. Leider, Nancy war gerade 6 ½ Jahre und lief in A 2, mußten wir uns von dieser Sportart, aufgrund meines Knieleidens, versabschieden. Frau Jyli, eine Trainerin in Friesenheim, bot Obedience Training an.
Da Nancy gerne Unterordnung machte, habe ich versucht, sie mit dieser Sportart auszulasten. Kein Problem für Nancy, denn auch hier war sie mit voller Begeisterung dabei. Mit 9 ½ Jahren, Nancy lief mittlerweile die höchste Obedience Klasse 3, fing sie an, die Entfernungen, wie die Box, die 8 nicht mehr richtig zu erkennen. Also sattelten wir um auf Rally Obedience, eine damals noch recht junge Sportart. Auch diese Umstellung schaffte Nancy mühelos. Aber für mich war es ein riesiges Problem!. Denn bei dieser Sportart muss der Hundeführer Schilder lesen lernen und diese in einem Parcours mit dem Hund zusammen abzuarbeiten. Nachdem unsere Teamarbeit endlich gut geklappt hat, nahmen wir auch erfolgreich auf Prüfungen teil. Mit 12 ½ Jahren, Nancy lief mittlerweile in der Klasse RO2, fing sie an schlechter zu hören. Also war jetzt der Zeitpunkt gekommen, Nancy mit etwas anderem zu beschäftigen. Da seit längerer Zeit Mantrailing in unserer Ortsgruppe angeboten wurde, und Nancy auch hier mit großer Begeisterung dabei war, denn das Suchen entspricht ja dem Naturell unserer Kerrys, konnte ich sie bestens damit auslasten. Um ihren Geruchsinn weiterhin zu fördern, begann ich vor dem Spaziergang Gegenstände wie Socken, Taschentücher usw. , die alle nah mir gerochen haben, auszulegen und sie mit dem Kommando „Such Verloren“ zum Suchen und Apportieren, das sie ja vom Obedience her kannte, zu animieren. Nancy wurde 16 Jahre und 8 Monate und war, aufgrund ihrer ständigen Beschäftigung, die sie ja sogar forderte, geistig und auch körperlich bis zur letzten Minute aktiv und zeigte keinerlei Anzeichen von Demenz. Interessant war auch, dass durch unsere Teamarbeit eine enorme Bindung zwischen mir und Nancy entstanden ist.
Und was gibt es schöneres im Zusammenleben mit unseren Kerrys, wenn man sich wortlos, eigentlich nur gedanklich oder durch Blickkontakt ,versteht?
Margit Erhart